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Massiv steigende Papierpreise

steigende papierpreise

Seit Winter 2021 beschäftigen uns tagtäglich steigende Papierpreise. Nun könntest du sagen, das ist nichts Neues. Ja und nein. Denn mit dem Beginn des Ukraine-Krieges ist der Papiermarkt stark ins Wanken geraten. Denn nun kommt es nicht nur zu Preiserhöhungen, sondern auch Lieferengpässen.

Seit Oktober und November 2021 unterliegen Papiere starken Preisschwankungen (40 bis 70 %). Besonders knappe Produktionszeiten sind daher oftmals schwierig. Angebote zu halten, unmöglich. Doch warum ist das so extrem geworden?

Seit Jahren kämpft der Papiermarkt immer wieder mit Übernahmen und Stilllegungen von Fabriken oder Kapazitätsanpassungen. Doch nun ist etwas geschehen, was keiner von uns für möglich hielt. Putin führt Krieg gegen die Ukraine. Über 90 Prozent der Holzvorräte für die Papierherstellung kommen aus Russland. Das ist ein Riesenproblem, vor allem in der Zukunft. Werden steigende Papierpreise Normalität?

Die Krise der Papierindustrie

Die Papierindustrie passt seit 2008 immer wieder Kapazitäten an. Was heißt das? Die Nachfrage nach grafischen Papieren (im Vergleich zu 2012 um 44 %) und Zeitungspapieren sinkt und sinkt. Das führt dazu, dass in Europa immer wieder Papierfabriken schließen, wie “Kaipola” von UPM in Finnland. (2020). Zuletzt schloss das größte finnische Forstunternehmen “Stora Enso” gleich zwei Papier- und Zellstofffabriken. Zuvor fuhren während der Corona-Pandemie viele Fabriken die Produktion so weit herunter, dass Flexibilität nicht mehr möglich war noch ist. Zudem tun sich die Hersteller schwer, das “herunter gefahrene” System wieder in die Gänge zu bringen.

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Aber da war ja noch der Verpackungsmarkt. Denn dieser verspricht seit Beginn der weltweiten Corona-Krise mehr Profit. Noch nie boomte der Onlinehandel so erfolgreich wie in den letzten zwei bis drei Jahren. Da wurden kurzerhand Maschinen von grafischen Papieren auf Verpackung umgerüstet. Ein Prozess, der nicht umkehrbar ist. Pech! Oder nicht?

Steigende Papierpreise und jeder muss “ja” sagen?

Und dann sind da die wachsenden Energie- und Rohstoffpreise, die den Markt nicht erst seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine beschäftigen. Putins Krieg ist einfach nur das i-Tüpfelchen. Das letzte Beben, das alles zum Einsturz bringt und einen Graben zwischen Papierindustrie und Druckindustrie sprengt. Denn Letztere müssen die Preise hinnehmen. Es gibt keine Verhandlungsspielräume. Keine Diskussionen. Keine Alternativen.

Und was machen nun die Druckereien gegen steigende Papierpreise?

Wir müssen die Preiserhöhungen an Kunden weitergeben, oder? Aber das gleicht einem Kampf gegen Goliath, denn: Jeder Kunde will alles so preiswert (wir weigern uns noch “billig” zu sagen) wie möglich. Das ist dein gutes Recht. Denn spätestens seit der Ukraine-Konflikt in unmittelbaren Nähe wütet, haben wir alle nichts zu verschenken. Doch was macht das mit dem Druckgeschäft? Wohin mit dem Unmut der Kunden?

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Was können wir gemeinsam tun?

Geduld haben. Längerfristiger planen. Verständnis zeigen.
Auch wenn wir in einer schnelllebigen Welt leben, in der wie nie zuvor “höher, schneller, weiter” gilt und alles denkbar ist, müssen wir dennoch einen Schritt zurückgehen. Wir stehen vor ungeahnten Herausforderungen und eine Änderung der aktuellen Situation ist so schnell nicht in Sicht. Eine gute und ehrliche Kommunikation ist jetzt das A und O. Steigende Papierpreise können wir nicht verhindern, aber lass’ uns über Budgets sprechen! Lass’ uns über Papieralternativen sprechen! Lass’ uns aus deinem Druckauftrag das Realistischste herausholen.

Unsere Tipps

  • Papierauswahl auf Druckbild anpassen
  • Lass’ dich bei der Papierauswahl beraten
  • Nutze unseren kostenfreien Musterdruck bei der Entscheidungsfindung
  • Feinpapier oder Standardpapier?
  • Niedrige Grammaturen wählen
  • Feinpapier und nachhaltiges Papier statt teurer Druckveredelung
  • Mach’ Papier auch zum Erlebnis für deine Kunden
  • Plane deine Druckproduktionen großzügiger
  • Kalkuliere Preisschwankungen von 40 bis 70 % in deine Budgets ein
  • drucke lieber kleinere Auflagen

Und nein: Eine Onlinedruckerei ist keine Alternative, denn die haben dieselben Probleme wie lokale Anbieter. And by the way: Onlinedrucker sind einfach nicht so qualitativ wie lokale Anbieter um die Ecke. Denn du bist für uns nicht nur ein Auftrag. Wir sehen dich. Im Geschäft. Face to Face. Und das ist gut so.

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Copyshop-Team SLMS GmbH
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